Priester in der Fokolar-Bewegung

Die Kunst der Unterscheidung

Die zunehmend spürbare Kirchenkrise, die katholischen und evangelischen Pfarrern heute sehr zu schaffen macht, ruft geradezu nach neuen Formen von Gemeinschaft, in denen einer den anderen trägt und zugleich frei lässt.

Ein Angebot hält das Zentrum für Spiritualität (ZSP) bereit, das langsam Fahrt aufnimmt. Im Priesterhaus Paul VI. in Ottmaring laden modern eingerichtete Appartements zu Zeiten geistlicher Auszeit ein. Begleitet von Priestern aus dem Haus können die Gäste (Priester, Diakone und Ordensleute) Entspannung und Erholung finden. Fern vom Stress des beruflichen Alltags eröffnen sich Zeiten theologischer und pastoraler Vertiefung. Die unaufdringliche Nähe der Priester, die dauerhaft im Haus wohnen, und der geistlich geprägten Laien in der Ökumenischen Siedlung Ottmaring sind hilfreich für die persönliche Suche nach tragenden Impulsen.

Im Kontext einer freiheitlichen und selbst bestimmten Gesellschaft ist verbindliches Leben in Gemeinschaft lebensnotwendig, wenn der einzelne nicht angesichts so vieler Anforderungen erdrückt werden will. Es braucht die Kunst zu unterscheiden, zu bewerten und auszuwählen.

Im Leben des Fokolars ist es wichtig, dass nicht der Verantwortliche oder die Gruppe etwas vorgeben. Die Gemeinschaft ist helfend und ermutigend im Hintergrund präsent, damit der einzelne seine eigene Begabung und Berufung und damit auch seinen ganz eigenen Auftrag vom Evangelium her verstehen kann. Ein Priester, der sich – so getragen - als Subjekt des Handelns erfährt, kann sich loslassen und frei werden für andere. In einer vom Evangelium durchdrungenen Lebensform gehen Freiheit und Gehorsam zusammen.

Impressum · Webmaster