Priester in der Fokolar-Bewegung

Priesterfokolar in Gangelt - was ist das?

Drei Priester, drei Persönlichkeiten, drei Biographien, drei Begeisterte für ein Leben nach der Spiritualität der Einheit - jeden Tag, rund um die Uhr.

Priesterfokolar Gangelt: Rolf Hannig Priesterfokolar Gangelt: Roland Bohnen Priesterfokolar Gangelt: Friedel Graaf

Rolf Hannig: Mit 17 Jahren habe ich verstanden, dass ich Priester werden möchte. Gleichzeitig spürte ich den starken Wunsch nach Gemeinschaft ohne einen konkreten Weg vor mir zu sehen. Das war eine echte Zerreißprobe.

Roland Bohnen: Der Wunsch nach Gemeinschaft wurde in mir durch das Vorbild der Charismatiker geweckt. Heute sehe ich ganz klar für mich, dass die Berufung zur Jüngerschaft Gemeinschaft bewirkt. Gott kann wirken, wenn jeder von uns ganz für Gott und für das Miteinander lebt.

Friedel Graaf: Das Zusammenleben mit Rolf war zunächst punktuell. Ich schrieb eine Diplomarbeit und hatte dafür, neben einer halben Kaplanstelle in einer anderen Gemeinde, ein Zimmer bei ihm im Pfarrhaus.

Rolf Hannig: Es ging bald ans Eingemachte. Die Regeln fürs Zusammenleben mussten definiert werden. Oft waren es ganz banale Dinge. Der erste Ärger hatte zu tun mit Rauchen auf der Toilette und falsch ausgedrückten Tuben. Der eine möchte die Tube glatt streichen, der andere aufrollen.

Roland Bohnen: Wenn wir nun eine Ansprache für ein Brautpaar halten, wissen wir wovon wir sprechen, wenn wir über Chancen und Stolpersteine von Gemeinschaft predigen. Im Prinzip machen alle dieselben Erfahrungen. Wie viel Loslassen verkraftet mein Ego? Wie viel Eigensinn sollte ich pflegen?

Rolf Hannig: Wir sehen uns jeden Morgen zum Gebet und beim Mittagessen. Ansonsten hat jeder seinen Rhythmus. Oft bin ich bis spät abends unterwegs und gehe dann gleich schlafen, weil ich kein Nachtmensch bin, während Friedel und Roland gerne mal noch erzählen. Aber es gibt nichts Störendes unter uns, das wir nicht in Kürze ausräumen.

Friedel Graaf: Der Pakt der Barmherzigkeit ist das Wichtigste für uns. Wir versprechen uns jeden Tag, uns neu zu sehen. Gott ergänzt, was wir auch mit gutem Willen nicht schaffen.

Roland Bohnen: Wir hatten einmal mehrere Monate Gäste bei uns ohne die Gelegenheit, uns offen auszusprechen. Das hat unser Zusammenleben sehr belastet. Seitdem ist das Morgengebet ein heiliger Moment, nach dem Zeit für alles sein muss, auch für ein klärendes Wort, eine Entschuldigung, einen gemeinsamen Neuanfang.

Rolf Hannig: Ich lebe in Gemeinschaft, weil ich eine geistliche Familie brauche. Ich habe die Berufung zum Zölibat, aber nicht zur Einsamkeit.

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