Priester in der Fokolar-Bewegung

Stefan Langer

Pfarrer in Elmshorn

Ich sei ein "barocker Typ", hatte mir mein erster Pfarrer, bei dem ich Kaplan war, einmal gesagt, und so brauche ich etwas zum Wohlfühlen. Das sind erst einmal die Menschen. Ich liebe Gespräche, Doppelkopfspielen, ein schönes Essen mit Freunden. Wenn ich ganz gestresst bin, kann es aber auch ein "Pharisäer" an der Küste mit Blick aufs Meer sein. (smile)

Fokolarpriester Stefan Langer im Porträt

Wir sind ganz unterschiedliche Chaoten, und es geht doch friedlich miteinander. Ja, so könnte ich mein Priester-Fokolar beschreiben. Wenn es zeitlich geht, sehen wir uns einmal in der Woche.

"Ut unum sint", dass alle eins seien, betete Jesus kurz vor seinem Tod. Schon als Kind und Jugendlicher staunte ich über meinen Heimatpfarrer, wenn er am Gründonnerstag in der Ölbergstunde in der kalten Kirche kniete und dieses Gebet sprach. Es ließ mich nicht los. Ich wollte diesen Wunsch Jesu mit Leben füllen.

Eigentlich wollte ich zunächst nicht Priester werden. Meinen ersten Berufswunsch Architekt hat das Regime in der ehemaligen DDR durchkreuzt. Dafür waren meine Familie und ich zu kirchennah. Da ging ich in die Landwirtschaft. Und über die Jugendarbeit kam er wieder, der Wunsch nämlich meinem Leben einen großen Sinn zu geben. "Mach dich auf den Weg. Und wenn du dabei froh bist, ist es der richtige," so hatte der Jugendpfarrer vor 20 Jahren auf meine Frage geantwortet, ob ich ins Seminar gehen sollte.

Dort wurde mir bald klar. Diesen Weg kannst du nicht alleine gehen. Und schon gar nicht als Familienmenschâ??, der ich nun mal bin. Ich lernte Leute von Schönstatt kennen, Jesuiten, Fokolare. Als ich erfuhr, dass die Fokolare das Gebet Jesu um die Einheit wichtig nehmen, ja es zentral zu ihrer Spiritualität gehört, da war mir klar, Verbündete gefunden zu haben.

Die Spiritualität der Einheit hilft mir im Alltag als Pfarrer enorm. Wir versuchen beispielsweise die Fusionsprozesse der beiden Gemeinden nicht nur strukturell anzugehen, sondern auch spirituell und pastoral. Es gab viele gute Gespräche, Ängste wurden angesprochen, neue Wege angedacht. Unser hoffnungsvolles Motto heutet lautet:"aus 2 mach 1 mach viele".

mail senden an pfarrer(at)katholisch-kirche-elmshorn.de

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